11.09.2017, von Holger Maaß / Marcus Schwerendt

Tag des offenen Denkmals in Oldenburg

Nicht als Denkmal, sondern zur Unterstützung der DB Netz AG war die erste Bergungsgruppe des Ortsverbandes im Einsatz.

Am vergangenen Sonntag, den 10.09.17, fand zum Anlass des "Jubiläums 150 Jahre Eisenbahn in Oldenburg" eine Sonderfahrt mit einer "Schienenbusbahn" aus dem Jahre 1959 statt. Diese pendelte in stündlichen Abständen zwischen der Eisenbahnrollklappbrück über die Hunte, dem Hauptbahnhof und dem alten Verladebahnhof und Stellwerk in Ofenerdiek.

 

Da es in Ofenerdiek keinen Bahnhof mehr gibt, trat das THW aus Oldenburg in Aktion. Eine Gruppe aus den Örtlichen Bergungsgruppen errichtete aus dem Einsatzgerüstsystem (EGS) einen temporären Bahnsteig, worüber über den Tag verteilt, zwischen 10 und 16 Uhr, knapp 800 Fahrgäste in den Schienenbus ein- und aussteigen, sowie eine Rundfahrt machen konnten.

In kürzester Zeit wurde aus dem EGS-Satz ein 13 Meter langer Steg, mit einem 9 Meter langen Abgang errichtet. Eine besondere schwierigkeit stellte hier die vorplanerische Ausrichten des Steges dar.

Im Einsatzfall wird ein solches System beispielsweise an verunglückte Fahrzeuge angedockt, um Personen aus dem Zug zu retten.

Im Vorfeld des Baus wurden Abmessungen und Ein-/ beziehungsweise Ausgänge des Zuges bestimmt, um einen optimalen Ablauf zu gewährleisten. Der Gruppenführer der ersten Bergungsgruppe, Holger Maaß, hatte sich dazu einige Tage zuvor auf den Weg nach Ocholt gemacht, wo der Schienenbus, bei der Museumsbahn des Ammerlandes steht.

Als die erste Bahn in den "THW-Bahnhof" einfuhr, war Alles klar: Die Abmessungen passten, ein reibungsloser Ein- und Ausstieg wurde ermöglicht und es wirkte so, als wäre der Bahnhof in Ofenerdiek nie weg gewesen.

Fahrgäste, gleichermaßen wie Schaulustige waren höchst erfreut über die Arbeit des Technischen Hilfswerkes und das ehrenamtliche Engagement der Helferinnen und Helfer vor Ort. "Endlich haben wir auch einen Bahnhof!" oder "Können sie das nicht einfach hier stehen lassen?" sind nur zwei der vielen positiven Eindrücke des Tages.  

Nach dem ausführlichen Dank der Gäste und Organisatoren fing das Team gegen 16 Uhr, mit dem Rückbau des Steges an und war pünktlich, um 18 Uhr, wieder in der Unterkunft im Atillerieweg.

 

 


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