15.05.2011, von Fred Vosteen

LKW Unfall nach Explosion am Straßenrand

THW probte den Ernstfall auf dem Gelände von Rosier Nutzfahrzeugcenters

Oldenburg. Am letzten Samstag löste das THW in Oldenburg den Einsatzalarm für seine Helfer aus. Der Gruppenführer des THW in Oldenburg, Knut Köpke, informierte die Helfer, dass es auf Grund einer angenommenen Explosion neben der Fahrbahn zu einem Unfall eines Liefer-LKW gekommen ist. Dabei wurde der Fahrer des Lastwagens so verletzt, dass sofortige Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden mussten, um das Unfallopfer schnellstmöglich aus dem Fahrerhaus zu befreien. Eine weitere „Person“ war unter dem Fahrzeug eingeklemmt worden. Der Zugtrupp (er dient der Führung des Technischen Zuges; ihm obliegt die taktisch-technische Koordination und Abwicklung der Einsätze) war an diesem Samstagmorgen mit Sonderrechten ausgestattet und erreichte mit Blaulicht und Martinshorn nach nur 15 Minuten den angenommenen Schadensort auf dem Nutzfahrzeugzentrum Mercedes Rosier, an der Bremer Heerstraße 401-405.

Zur Unterstützung wurde die Bergungsgruppe B1 und B2 zur Schadensstelle gerufen. Truppführer Christian Pabst hatte die Führung vor Ort und teilte seine Helfer für entsprechenden Aufgaben ein. Die verletzte Person im Führerhaus wurde von Caterina Heßler, sie beginnt in wenigen Wochen ihre Ausbildung beim THW, betreut  und sie konnte auch entscheidende Angaben über den Zustand des Unfallopfers machen. Neben Aufgaben der Verkehrssicherung wurde das Gelände nach weiteren verletzten Personen abgesucht. Zur Rettung des eingeklemmten Fahrers wurde von den Helfern ein Rettungsgerüst aufgebaut, um den Sanitätern einen sicheren Zugang zum Verletzten im Führerhaus zu ermöglichen. Wenige Minuten später retteten THW Helfer die eingeklemmte Person, in diesem Fall eine präparierte Puppe (Dummie), über das aufgebaute Gerüst.

Die unter dem tonnenschweren Fahrzeug eingeklemmte zweite Person musste von den Helfern mittels eines Hebekissens und den Einsatz weiterer Gerätschaften aus der misslichen Lage befreit werden. Gruppenführer Knut Köpke zog am Ende der ca. dreistündigen Übung ein positives Fazit des Einsatzes. Geübt werden sollte die Zusammenarbeit der Bergungsgruppen unter dem Einsatz der Rettungsmittel wie Einsatzgerüstsystem, schwerer Hebemittel und Verkehrssicherungsgeräte.

Die ehrenamtlichen Helfer des THW stellten bei dieser Übung ihre hohe Einsatzbereitschaft und Qualifikation unter Beweis. Um diese Einsatzbereitschaft auch in Zukunft leisten zu können, sucht das THW Frauen und Männer, die sich ebenso wie die 80000 Ehrenamtlichen Helfer bundesweit engagieren möchten.


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