Auf Anforderung unterstütze eine Einsatzkraft aus Oldenburg bei der Erkundung von Logistikkapazitäten in Nordsachsen. Schwerpunkt war die Verpflegungslogistik vor Ort. Der Einsatz für die Oldenburger Helferin endete am 9. Juli.
Weitere THW-Kräfte aus dem gesamten Bundesgebiet waren mit verschiedenen Aufgaben betraut, um die Brandbekämpfung und die Logistik zu unterstützen. Dabei arbeiten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer Hand in Hand mit der Feuerwehr, der Bundespolizei und der Bundeswehr. Damit entlasten sie die Strukturen der vor Ort eingesetzten Organisationen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Waldbrandlage. Zu den allgemeinen Aufgaben des THW in solchen Lagen gehören unter anderem die logistische Unterstützung der Einsatzkräfte, das Ausleuchten von Einsatzstellen, sowie die Bereitstellung von Strom und Löschwasser. Auch Führungsunterstützung ist Teil des THW-Einsatzspektrums vor Ort.
Die Ausgangslage
Die Waldbrandlage ist auf eine mehrwöchige trockene Wetterlage mit hohen Temperaturen über 30 Grad im gesamten Bundesgebiet zurückzuführen. Eine Besonderheit des Einsatzgebietes in Sachsen ist, dass der Brandort in der Gohrischheide auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz liegt. Dies birgt die Gefahr, dass noch im Boden befindliche Munition explodieren kann. Daher müssen die Einsatzkräfte ausreichend großen Abstand zu dem belasteten Gebiet einhalten. Die Sicherheit der Einsatzkräfte hat oberste Priorität; sie sind nicht direkt in dem munitionsbelasteten Gebiet im Einsatz. Der THW-Einsatz umfasst das Ausleuchten von Einsatzstellen, Material- und Wassertransport, Pumparbeiten sowie den Einsatz eines Medienteams, um die örtlichen Feuerwehren und andere Hilfsorganisationen optimal zu unterstützen und die Infrastruktur zu sichern. Dieser Einsatz zeigt die Bedeutung des THW im Bevölkerungsschutz und verdeutlicht, dass klimabedingte Einsätze zunehmen.