18.04.2011, von Jens Lampe, Fred Vosteen

Das THW ließ 2000 Jahre alte Einbäume schweben

Oldenburg. Das Oldenburger Landesmuseum Natur und Mensch fand für den Transport ihrer Exponate für die Sonderausstellung „O, schaurig ist’s, übers Moor zu gehn...” bei den Helfern des THW hilfreiche Unterstützung. Die über 100 Teile der ausgelagerten Exponate, unter ihnen auch 2000 Jahre alte Einbäume, mussten aus den Räumen der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne zum ca. sechs Kilometer entfernten Museum am Damm transportiert werden. Der Zugführer Jens Lampe und der Gruppenführer der schweren Bergung Knut Köpke leiteten am 8. und 9. April den außergewöhnlichen Einsatz, um den sie der Museumsdirektor Prof. Dr. Mamoun Fansa gebeten hatte. Am Freitag, den 8. April wurden mit Hilfe von Bagger (OV Oldenburg), Elektostapler und Gerüstsystem die in Gitterträgern sicher verpackten Einbäume aus dem 1. OG der Donnerschwee Kaserne herausgeholt und auf den Tieflader verlastet. Des Weiteren haben die 18 Helfer des OV Oldenburg, Einzelteile des Bohlenweges und die zerlegten Leiterwagen von Hand aus dem Gebäude getragen. Die speziell konservierten und empfindlichen Holzteile des Bohlenweges wurden auf der Ladefläche des MzKw verlastet. Die zerlegten Leiterwagen fanden auf dem Anhänger der B1 platz. Auf der Ladefläche des Kippers wurden kleinere Einbäume bzw. Frakmente verstaut.

In der Nacht von Freitag zu Samstag wurden die Exponate auf den Fahrzeugen lagernd in den Hallen der Unterkunft verwahrt. Am Samstag, 9. April wurden die 24 Helfer des OV Oldenburg von 3 Helfern und LKW mit Ladekran des OV Nordenham unterstützt .

Für den Transport der wertvollen Fracht in ein Fenster im 2. Stock wurde der Kran, der über eine Reichweite von 23 m verfügt, benötigt. Nur mit diesem Kran war es möglich, die Last in den Raum hinein zuheben (teleskopieren). Für die Helfer des THW stellte die Aufgabe, abgesehen von der wertvollen Ladung, keine besondere Anforderungen an Technik und Mensch, denn in der Ausbildung wird der Transport von sperriger Last in großer Höhe immer wieder geübt. Entscheidend ist nur, dass richtige Gerät an der richtigen Stelle einzusetzen.  

Mit ruhiger Hand führte Kranführer Wolfgang Wiechering die archäologischen Schätze durch  das ausgebaute Fenster,  welche auf den bereitstehenden Kipper und Tieflader des THW Oldenburg lagerten.

Die restlichen Exponate wurden mit Muskelkraft der Helfer in den Ausstellungsraum getragen.

Die 27 Helfer stellten nach 207 Helferstunden einmal mehr unter Beweis, dass das THW für fast jeden Einsatz gerüstet ist. Dr. Fansa bedankte sich bei den Helfern und das Museum berichtet auf seiner Internetseite: „Wir sind der unkomplizierten Unterstützung des THW-Zuges sehr dankbar. Mit Hilfe der vielen Freiwilligen gelingt es uns erstmals, die für unsere Region wirklich sehr seltenen Stücke der Öffentlichkeit zu präsentieren“.

Um auch in Zukunft Einsätze leisten zu können, sucht das THW ständig Helferinnen und Helfer. Informationen bietet das THW in Oldenburg unter:

Tel. 0441 74365 oder e-mail: ov-oldenburg-ni@thw.de


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